Einigung um vorzeitige Kürzung der Förderung aus dem EGG

 

Am Donnerstag, 201.01.2011, einigten sich Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) sowie der Präsident der BSW-Solar, Günther Cramer, eine vorzeitige Degression des EGG unter bestimmten Voraussetzungen als denkbar möglich zu erachten. Beide Seiten halten weiter an der Vergütung für die Photovoltaik zur Einführung auf dem Markt fest.

 

Günther Cramer zeigte sich mit der gefundenen Kompromisslösung sichtlich zufrieden. Nach Angaben des Magazins Photovoltaik wird mittels dieses Eckpapieres die Debatte um die vorgezogene Kürzung der Förderung aus dem EGG auf den Juli 2011 im Umweltausschuss des Bundestages am 23.02.2011 fortgesetzt.

 

Zu Änderung des EGG liegen nun folgende Vorschläge vor:

Die Absenkung der Vergütung findet bereits im zweiten Halbjahr 2011 ihre volle Wirkung, wenn laut Prognosen der Bundesnetzagentur das Marktvolumen von 7.500 Megawatt überschritten wird. Das Jahr 2010 verdeutlichte den rasanten Fortschritt beim Bau von Photovoltaik-Anlagen, so dass man sich der Annahme bereits bestätigt sieht. Für die Prognose werden die Daten der Monate März, April und Mai herangezogen und eine Hochrechnung bis zum Jahresende vorgenommen.

Eine Absenkung der Förderung bis zu 15 % wird als möglich erachtet. Sollte die Prognose wider Erwarten nicht den anschließend eintreffenden Zahlen übereinstimmen, erfolgt mit der geplanten Degression zum 01.01.2012 eine Korrektur. Diese Degression aus dem EGG ist eine Variable und wird je nach Marktanpassung als „atmender Deckel“ bezeichnet.

Die Degression zum 01.01.2012 entspricht zusammen mit der vorgezogenen Degression der gesetzlich festgelegten Degression von maximal 24 %.

Für die Freiflächen-Anlagen der Photovoltaik soll die vorzeitige Absenkung, aufgrund längerer Planungszeiten, zum 01.09.2011 erfolgen.

 

Quelle: PR: Bundesumweltministerium; Magazin Photovoltaik, Bundessolarwirtschaft

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